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Legt die Hände auf den Körper und glaubt was sie euch sagen.

J. P. Barral

In der craniosacralen Therapie (englisch cranio-sacral therapy: »Schädel-Kreuzbein-Therapie«) behandle ich das »Flüssigkeitssystem«, in das das Nervensystem eingebettet ist, also Gehirn und Rückenmark. Die Hirnflüssigkeit, der sogenannte Liquor, fließt in den Hirnkammern und im Rückenmark. Dr. Upledger, der diese Therapieform entwickelte, ging davon aus, dass das Ausdehnen und Zusammenziehen dieses Flüssigkeitssystems einem eigenen Rhythmus unterliegt, dem sogenannten craniosacralen Rhythmus. Dieser ist etwas langsamer als der Herzrhythmus und entsteht durch Zufluss und Abfluss des Liquors. Der craniosacrale Rhythmus ist bei Krankheiten, Verletzungen oder seelischen Schocks gestört. Durch Auflegen der Hände kann diese Störung erfühlt werden. Mittels sanfter Berührungen und Handgriffe wird nun leichter Druck oder Zug auf die bindegewebigen Strukturen, also die Hirn- und Rückenmarkshäute, ausgeübt. Dadurch werden Spannungen und Verhärtungen gelöst, der craniosacrale Rhythmus wird stimuliert und die Selbstheilungskräfte des Organismus werden angeregt. In meiner Praxis kommt die craniosacrale Therapie häufig bei sogenannten „Schreibabys“ zum Einsatz.

„Schreibabys“

Die Schulmedizin spricht von Schreibabys, wenn die sogenannte »Dreier-Regel« erfüllt ist, das heißt, dass das Schreien über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen an mindestens drei Tagen pro Woche mehr als drei Stunden pro Tag auftritt. Man verweist hier gerne auf Bauchschmerzen: »das Kind hat Blähungen«. Dies trifft jedoch in den wenigsten Fällen zu. Häufig haben Probleme beziehungsweise Schockerlebnisse während der Schwangerschaft oder Geburt zu Blockierungen des Atlaswirbels (»KISS Syndrom«), anderer Wirbel oder anderer Strukturen im Kopfbereich geführt, was zu Schiefhals, Fehlstellungen und Schmerzen führt. Außerdem können beispielsweise Reizüberflutung, Darmfehlbesiedelung oder Anpassungsstörungen können zu exzessivem Schreien führen. Ihr Kind weint nicht um sie zu ärgern und es ist auch nicht „normal“, dass ein Kind stundenlang weint. Kein Kind weint ohne Grund! In einer gründlichen Anamnese und durch Tests gilt es also zunächst, diesen herauszufinden. Je nach Ursache, stehen mir neben der craniosacralen Therapie noch eine Fülle von weiteren effektiven Behandlungsmethoden für ihr »besonderes« Kind zur Verfügung.